Theater Greifswald

#1 von Berliner , 26.10.2015 20:58

Finanz und Existenznöte treiben das Theater seit zig Jahren.
Extra zur Hilfe sind sie Ostseefestspiele mit Seebühne ins Leben gerufen worden.
2013/14- Die Abrafaxe schrieben bei den diesjährigen Ostseefestspielen keine Erfolgsgeschichte.
Der Niedergang geht also weiter.

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RE: Theater Greifswald

#2 von Franky2 , 26.10.2015 21:00

Der Finanz- und der Kulturausschuss der Greifswalder Bürgerschaft empfehlen dem Stadtparlament nach einer gemeinsamen Sondersitzung, der Zielvereinbarung mit dem Land zuzustimmen. Das Papier beinhaltet die Fusion des Theaters Vorpommern/Greifswald-Stralsund mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neutrelitz.

Rainer Steffens (CDU) wirbt dafür, sich dem Willen des Landes zu beugen: „Tun wir es nicht, haben wir kein Theater mehr. Wir müssen die Insolvenz verhindern“, sagt er. Auch die Verwaltung sieht das so. Aktueller Hintergrund des Gehorsams ist die Ankündigung Schwerins, die Zahlung der fälligen Landesmittel im Oktober „vom Abstimmungsergebnis abhängig zu machen“, sagt Ratshausmitarbeiterin Claudia Brüß.

Im Falle einer Ablehnung werde das Ministerium „die Mittel um zehn Prozent kürzen“ , so Brüß. „Das ist ein Akt der Erpressung“, tadelt Ulrich Rose von der Alternativen Liste und plädiert für eine „Komplettverweigerung, um dann neu zu verhandeln“. Viele Mitglieder der beiden fachgremien sehen das ähnlich. Doch aus Vernunftsgründen stimmen sie für die Zielvereinbarung. Am kommenden Montag entscheidet die Greifswalder Bürgerschaft.

Wenn ich das so die Lage in der DDR erinnere, Stralsund hatte ein nahmhaftes Theater mit guter Besetzung.
Auch das Theater Greifswald stand hoch im Kurs.
Was machte der Westen, der wir nun auch sind ? Schmiss Stralsund und Greifswald unter Kürzung zusammen.
Beim Thema Ostseefestspiele kam dann ein Ausbooten des Ideengeber WS. Aber allein war das Theater nicht in der Lage die Ostseefestspiele in einen positiven Bereich zu bringen. Arroganz des Geschäftsführers, der wunder glaubt was es ist und was er kann.... setzte alles in den Sand.
Nun die Zusammenlegung mit Neubrandenburg/Neustrelitz- wieder mit Kürzungen bei allen Beteiligten. Denn die Zuschüsse vom Land werden ja nicht höher.
Alles in allem doch für Ureinwohner der Region ein recht trauriges Ergebnis und Ereignis.

 
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RE: Theater Greifswald

#3 von gostbuster , 15.03.2016 22:59

Naja, eigentlich ist alles Theater Vorpommern mit den Standorten Greifswald und Stralsund. Kaputt sparen ist angesagt. Sie bekommen einfach nichts auf die Reihe.
Wogegen die privaten Events immer wieder profitabel sind. Woran das wohl liegen mag.

Nun das:
Obwohl das Theater Vorpommern in einer akuten Finanzklemme steckt, will Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) dem Haus verbieten, mehr Geld einzusparen, als die Landesregierung für angemessen hält.
Der Minister warnt den Aufsichtsrat und die Gesellschafter der Bühne vor Einschnitten im Angebot. Das Theater steuert in diesem Jahr auf ein Minus von voraussichtlich 611 000 Euro zu.

 
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RE: Theater Greifswald

#4 von Löwe , 31.03.2016 23:12

Land: Theater Vorpommern trickst bei Zuschauerzahlen
Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hat die Besucherzahlen des Theaters Vorpommern nachträglich nach unten korrigiert.
Laut einer Bilanz, die Brodkorb vorgelegt hat, haben in der vergangenen Spielzeit 2014/2015 lediglich rund 151 000 Besucher eine Produktion des Theaters gesehen. Intendant Dirk Löschner hatte indes im Herbst 2015 verkündet, dass das Theater Vorpommern mit rund 182000 Gästen zum besucherstärksten Theater des Landes avanciert sei.
Damit hatte das Theater Vorpommern das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin von der Spitze verdrängt. Das Staatstheater konnte in der vergangenen Spielzeit rund 176000 Gäste begeistern. Das Theater Vorpommern wehrt sich vehement gegen den Besucherabzug der Landesregierung. In der Brodkorb-Bilanz ist deshalb auf Druck von Löschner eine Fußnote eingefügt worden, in der vermerkt ist, dass das Theater über 31000 „einnahmerelevante Besucher mehr verfügt als in dieser Statistik angegeben“.
Brodkorb rudert auf Nachfrage plötzlich zurück. Es gebe„zwei durchaus berechtigte Statistiken“, betont er.
Hier tricksen wohl beide Seiten.


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RE: Theater Greifswald

#5 von Buschi , 31.03.2016 23:18

Hier liegt eventuell die Ursache für die Trickserei.

350000 Euro zum Ausgleich des in diesem Jahr erwarteten Defizits hat Bildungsminister Brodkorb (SPD) den Gesellschaftern des Theaters Vorpommern zugesagt. Das Geld gibt es nur, wenn es keine Einsparungen beim Spielbetrieb gibt, fordert er ultimativ in einem Brief an den Greifswalder OB Fassbinder.
Bis zum 4. April hat das Stadtoberhaupt Zeit, auf Brodkorbs Linie einzulenken. Ansonsten will der Minister die Bitte auf Defizitausgleich von bis zu 350000 Euro ablehnen. Fassbinder geht indes von einer Einigung mit Schwerin aus.

Das Theater erfindet höhere Zuschauerzahlen um die Zuschüsse wirtschaftlich sinnvoll zu untermauern.
Der Minister streicht die Zuschauerzahlen nach unten weil er die Zuschüsse nicht leisten will.

 
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RE: Theater Greifswald

#6 von Uli-HGW , 26.01.2018 22:08

Kulturbahnhof wird Stadthalle Konkurrenz machen

Im Frühjahr 2017 will Inhaber Stephan Grimm die Einweihung des gesamten Kulturbahnhofs feiern. Das großzügig ausgestattet Gebäude des früheren Güterbahnhof muss den Vergleich mit der Stadthalle nicht scheuen.
Allein im großen Saal des Greifswalder Kulturbahnhofs gibt es mehr als 650 Sitzplätze. Vor sechs Jahren hat Investor Stephan Grimm das Gebäude des früheren Greifswalder Güterbahnhofs erworben. Gerade wurde hier ein Restaurant eröffnet. Im März/April 2017 soll alles fertig sein.
Neben der Gaststätte und dem großen Saal gibt es künftig noch einen Seminarraum und einen Partykeller. Mit der modernen und großzügigen Ausstattung dürfte der Kulturbahnhof der Stadthalle Konkurrenz machen.

 
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RE: Theater Greifswald

#7 von Uli-HGW , 26.01.2018 22:08

Theater Vorpommern
Im Ringen um eine Theaterreform im Osten des Landes soll am Dienstag die Entscheidung fallen, ob die zunächst auf Eis gelegte Fusion des Theaters Vorpommern und der Theater und Orchester GmbH in Neubrandenburg und Neustrelitz zu einem Staatstheater Nordost endgültig beerdigt wird. An dem Treffen nehmen Vertreter der kommunalen Theaterträger und Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) teil.

Zudem soll über die Bedingungen eines Kooperationsmodells verhandelt werden. Demnach würden beide Theater eigenständig bleiben, aber in bestimmten, noch nicht näher benannten Bereichen zusammenarbeiten. Hesse: „Ich gehe davon aus, dass die kommunalen Vertreter konkret aufzeigen, wie diese Kooperation aussehen soll.“ Für die Städte Greifswald und Stralsund würde eine Kooperation von Jahr zu Jahr Mehrkosten von 100 000 Euro bedeuten.

 
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RE: Theater Greifswald

#8 von Gunther , 13.01.2019 17:05

Gebäudekomplex ist historisch interessant.
Stadthalle von 1915 als Teil eines Gebäudekomplexes zusammen mit dem Theater Greifswald nach den Plänen der Berliner Architekten Richard und Heinrich Iwan sowie Erich Trehde.
In der DDR war die Stadthalle das Kreiskulturhaus mit diversen Kulturangeboten für die Bürger des Kreises.

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