Verkehr = Verkehrschaos

#1 von BÄRLIN , 25.03.2018 21:25

Mammut-Bauarbeiten im Berliner Norden starten
Auf Autofahrer im Norden Berlins kommen schwere Zeiten zu: Am Montag starten die Vorbereitungen für jahrelange Arbeiten auf der A10/A24. Doch diese Großbaustelle ist längst nicht die einzige.

Für die jahrelange Großbaustelle auf der A10 und der A24 beginnen am Montag die Vorbereitungen. Außerdem starten die Bauarbeiten auf der A114, dem Pankow-Zubringer. Autofahrer müssen dann häufiger mit zähen Staus im Berliner Norden rechnen.
Der sechsspurige Ausbau des nördlichen Berliner Rings soll Mitte des Jahres offiziell beginnen. Zwischen Mai und Juli sei ein symbolischer Spatenstich geplant, teilte die bundeseigene Planungsgesellschaft Deges mit. Damit nicht genug: Die A24 wird auch gleich von Grund auf erneuert. Somit umfasst die Mammut-Baustelle rund 65 Kilometer, nach viereinhalb Jahren sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

In zehn Jahren 100.000 Fahrzeuge täglich
Ab Ende 2022 soll der rund 30 Kilometer lange Abschnitt der A10 zwischen dem Autobahndreieck Pankow und dem Autobahndreieck Havelland sechsspurig befahrbar sein. Denn wo derzeit rund 65.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sind, sollen es in zehn Jahren laut Prognosen etwa 100.000 sein. Zudem werden 30 Kilometer Fahrbahn der A24 vom Dreieck Havelland bis nach Neuruppin erneuert. Hier bleibt es auch nach dem Ausbau bei zwei regulären Fahrspuren je Richtung, aber der Standstreifen wird verbreitert und kann bei Bedarf für den Verkehr freigegeben werden.
Erste Arbeiten für die Autobahnerweiterung, wie etwa das Fällen von Bäumen, laufen bereits seit Herbst 2017. Die eigentliche Bauphase dürfte dann Mitte dieses Jahres beginnen. Dann sind bis zur Fertigstellung auch Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten. Für das Projekt werden auch 38 Brückenbauwerke errichtet, davon 28 als Ersatz und zehn als Neubauten. Hinzu kommen Lärmschutzwände und elektronische Anzeigetafeln, um den Verkehr zu leiten.
Die Projektkosten über 30 Jahre, die als öffentlich-private Partnerschaft finanziert werden, liegen laut Deges einschließlich Wartungskosten bei 1,4 Milliarden Euro. Die reinen Baukosten davon betragen rund 650 Millionen Euro. Der Bund hatte sich für das umstrittene Modell zur Finanzierung entschieden - erstmals bei einem Autobahnprojekt im Land Brandenburg. Dabei bleibt der Bund der Eigentümer der Autobahn, der private Investor baut und erhält die Piste. Die Entgelthöhe richtet sich auch nach der Qualität der Leistung und der Verfügbarkeit der Autobahn.

Arbeiten sollen möglichst außerhalb der Berufs- und Ferienzeit erfolgen
Die Arbeiten werden in zehn Bauabschnitte von etwa zwölf Kilometer Länge unterteilt: Schon im Mai soll auf sechs Abschnitten gleichzeitig die erste Bauphase beginnen, unter anderem zwischen Neuruppin und Neuruppin-Süd, bei Fehrbellin, sowie zwischen Oberkrämer und Kreuz Oranienburg. Im August beginnt die erste Hauptbauphase und soll ein Jahr dauern. In dieser Zeit werden alle vier Fahrstreifen auf einer Fahrbahn entlangführen. In der entgegengesetzten Richtung wird die Autobahn neu gebaut und die Brücken in diesem Bereich erneuert.

Auch auf der A114 wird gebaut- 3 Jahre
Die Arbeiten sollen möglichst außerhalb der Berufs- und Ferienzeit erfolgen, heißt es von der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges).

Um die Bauzeit für alle Verkehrsteilnehmer so reibungslos wie möglich zu gestalten, seien die Projektschritte beider Baumaßnahmen gemeinsam geplant und aufeinander abgestimmt, sagt Deges-Pressesprecher Michael Zarth. Doch er warnt auch, die Berliner müssten sich "vor allem im Berufsverkehr auf Staus oder zähen Verkehr einstellen".
Denn die Autobahn A114, die von Pankow zum Berliner Ring führt, wird für gleich 40 Monate zur Großbaustelle mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung. Die Fahrbahndecke der Strecke stammt noch aus DDR-Zeiten und ist großflächig geflickt. Alljährlich im Sommer heben sich hier Teile der Fahrbahn und sorgen für Teilsperrungen und Geschwindigkeitseinschränkungen. Im Frühjahr 2021 soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Nach der Erneuerung sollen eine Geschwindigkeitseinschränkung auf 80 km/h und der neue, Fahrgeräusche absorbierende Straßenbelag für einen Reduzierung der Lärmbelästigung sorgen.

Auch auf der A111, der B2 und der B109 wird gebaut
Das war aber noch längst nicht alles. Die Bauarbeiten an einem 1,2 Kilometer langen Abschnitt der sowieso staugeplagten B2 im Ortsteil Malchow – parallel zur A114 gelegen - starten ebenfalls bald und machen das Dorf zum Nadelöhr. Bauzeit hier: 3,5 Jahre.
Saniert wird auch die Schönerlinder Straße (B109) in Pankow. 3,5 Kilometer bekommen einen neuen Fahrbahnbelag und neue Geh- und Radwege. Im Juli 2019 soll diese Baumaßnahme beendet sein.
Auch die A111 in Tegel kann zeitweise als Umfahrung ausfallen. Dort steht ebenfalls eine "grundhafte Erneuerung" an. Nach Angaben der Deges werden die ersten Baumaßnahmen 2021 starten.

 
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RE: Verkehr = Verkehrschaos

#2 von Lutger , 17.08.2018 17:39

Der Gaga-Radweg
Die zuständige Firma sei beauftragt worden, die Markierung bis Montag zu entfernen, hieß es am Freitag aus dem Büro der zuständigen Bezirksstadträtin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg.
Der etwa 200 Meter lange Radweg in einer Seitenstraße im gutbürgerlichen Südwesten der Stadt hatte viel Spott ausgelöst: Die Markierungen sind in Höhe der Straßenbäume jeweils versetzt.

Der Gaga-Radweg erlangt inzwischen Berühmtheit.
Wer den Weg entlangradeln will, muss also im Zickzack fahren - nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Warum die Firma ihn so markierte, ist unklar.
Na, die Firma wird nichts ohne behördliche Vorgabe getan haben.
Im Internet brachte es der Gaga-Radweg zu einiger Berühmtheit und beflügelte die Fantasie vieler Nutzer. Von Street-Art, Alkohol-Teststrecke oder einer neuen Touristenattraktion war die Rede. Andere fanden ihn schlicht "idiotisch". © dpa


Angefügte Bilder:
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RE: Verkehr = Verkehrschaos

#3 von Lord Knut , 08.10.2018 22:19

Fahrverbote
Nicht direkt Energiewende- aber zum Text von Maik passend.

Im Rahmen der Verfahren für Fahrverbote ( vornehmlich im Süden von D ) kam immer wieder der Hinweis:
Leute, verschrottet eure ALTEN Diesel und kauft Benziner, Hybrid oder Euro-6.
Was die Leute auch fleißig machen und die Absatzzahlen von VW zeigen das ja auch.

Heute nun der Knall in den Nachrichten:
Die Senatsverwaltung für Umwelt.... des Landes Berlin will im Zuge der anstehenden Fahrverbote auch Euro-6 Diesel verbieten und hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben- Wieviel Schadstoffe sich dann noch "einsparen" ließen.

Die Kommentare auf FB zum RBB in dieser Sache zeigen, dass die Leute diesen Irrsinn nicht mehr fassen können. Zum Teil nur noch pure Wut.

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